AHA und BHA (Säuren)
Auch: Glykolsäure, Milchsäure, Salicylsäure
teilweise belegt
Was sie für deine Haut tun
Fruchtsäuren lösen die Verbindungen zwischen abgestorbenen Hornzellen. Das Ergebnis ist eine glattere, gleichmäßiger reflektierende Oberfläche; für Glykolsäure gibt es darüber hinaus Hinweise auf Effekte in tieferen Schichten.
Was du realistisch erwarten kannst
Der sichtbare Sofort-Effekt ist überwiegend Oberfläche — er wird leicht mit einer Verbesserung der Hautstruktur verwechselt. Zu häufige Anwendung schädigt die Barriere; die gereizte, glänzende Haut wird dann als „Glow“ missverstanden.
Konkret
| Sinnvolle Konzentration | AHA 5 bis 10 % zur Heimanwendung, BHA 1 bis 2 % |
|---|---|
| Ab wann sichtbar | Oberfläche binnen Tagen, alles darüber hinaus nach Wochen |
AHA oder BHA — was ist der Unterschied?
Der Unterschied ist die Löslichkeit, und daraus folgt alles andere. AHA (Alpha-Hydroxysäuren, etwa Glykol- oder Milchsäure) sind wasserlöslich und bleiben deshalb an der Hautoberfläche — sie lösen dort die Verbindungen zwischen abgestorbenen Hornzellen. BHA steht praktisch immer für Salicylsäure, und die ist öllöslich: Sie gelangt in den Talg der Pore hinein. Daraus ergibt sich die Zuordnung: BHA bei Unreinheiten und Mitessern, AHA bei fahlem, unebenem Hautbild. Beides gleichzeitig in einer Routine ist für die meisten zu viel — und die Konzentrationen unterscheiden sich ebenfalls: AHA 5 bis 10 %, BHA 1 bis 2 %.
So wendest du den Wirkstoff an
- Abends anwenden — und am Einstieg nur ein- bis dreimal pro Woche, nicht täglich.
- BHA (Salicylsäure) ist ölöslich und wirkt in der Pore — der Weg bei Unreinheiten und Mitessern. AHA (z. B. Glykol-, Milchsäure) wirkt an der Oberfläche — der Weg bei fahlem, unebenem Hautbild.
- Am Morgen danach ist Sonnenschutz Pflicht, nicht Empfehlung: Chemische Peelings erhöhen die Lichtempfindlichkeit der Haut — das steht als Warnhinweis zu Recht auf jeder Packung.
- Nicht am selben Abend wie ein Retinoid.
Die häufigsten Fehler — und der bessere Weg
✗ Täglich peelen, weil die ersten Ergebnisse gefallen.
Eine überpeelte Haut ist gereizt, glänzt papierartig und verträgt plötzlich gar nichts mehr. Die Frequenz niedrig halten — der Effekt kommt aus der Regelmäßigkeit über Wochen, nicht aus der Härte.
✗ Peeling und Retinoid am selben Abend stapeln.
Verschiedene Abende. Beide Wirkstoffe erhöhen den Zellumsatz; gleichzeitig angewendet steigt vor allem die Reizung.
✗ Nach dem Peeling auf Sonnenschutz verzichten.
Genau dann nicht. Die frisch gepeelte Haut ist lichtempfindlicher — ohne Schutz kauft man sich die Pigmentflecken, die man loswerden wollte.
Womit du das umsetzt
Skin Perfecting 2% BHA Liquid Exfoliant
2 % Salicylsäure (BHA)
BHA löst die Verbindungen zwischen abgestorbenen Hornzellen und wirkt anders als AHA auch in der Pore. Zwei Prozent sind die übliche Obergrenze zur Heimanwendung — dieses Produkt ist seit Jahren der Bezugspunkt der Kategorie.
Für wen: Bei unebener Hautstruktur, verstopften Poren und fahlem Teint.
Grenze: Der sichtbare Sofort-Effekt ist Oberfläche, nicht Struktur. Und die häufigste Fehlanwendung ist tägliche Nutzung: Ein- bis zweimal pro Woche reicht den meisten, mehr schädigt die Barriere und wird dann als „Glow“ missverstanden.
Anzeige · Affiliate-Link Bei Amazon ansehen →
Anzeige · Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen. Für dich ändert sich am Preis nichts.
Damit sie gut für dich arbeitet
- Ein- bis zweimal pro Woche genügt für die meisten. Täglich ist fast immer zu viel.
- Erhöht die Lichtempfindlichkeit — Sonnenschutz ist hier keine Empfehlung, sondern Voraussetzung.
Nicht in derselben Anwendung
- Retinoide in derselben Anwendung — an verschiedenen Abenden nutzen.
Quellen
Einordnung. Das hier sind Informationen zu kosmetischen Wirkstoffen, keine medizinische Beratung. Kosmetik pflegt die Haut, sie behandelt keine Erkrankungen. Wenn dich etwas an deiner Haut beunruhigt oder verändert, gehört das in eine dermatologische Praxis — nicht auf eine Website.
← Alle Wirkstoffe im Überblick
Preise und Verfügbarkeit werden zum angegebenen Zeitpunkt bei Amazon abgerufen und können sich seitdem geändert haben. Maßgeblich ist der Preis, der zum Zeitpunkt des Kaufs auf amazon.de angezeigt wird.